Aurelia Eggers

Regie

Die Musiktheaterregisseurin Aurelia Eggers kam über ein Studium der Mathematik, Biologie und Romanistik ans Theater. Sie war u.a. Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt am Main und dem Staatstheater Wiesbaden. Erste eigene Regiearbeiten waren mit großem Erfolg die Riemann-Oper von Tom Johnson und Mozarts Zauberflöte. Im Sommer 2002 inszenierte sie die Uraufführung von Moritz Eggerts Kinderoper Dr. Popels fiese Falle mit rund einhundert Kindern an der Oper Frankfurt.

Mit dem Intendanzbeginn von Albrecht Puhlmann wurde Aurelia Eggers 2001 Szenische Produktionsleiterin und Regisseurin an der Staatsoper Hannover. Ihre hannoverschen Regiearbeiten hatten zudem überregionalen Erfolg. Wolfgang Amadeus Mozarts Zaide wurde zum Theatertreffen „Traumspiele 2003“ eingeladen. Cavallis Il Giasone gastierte im Goethetheater Bad Lauchstädt und wurde in der überregionalen Kritik hervorgehoben.

Die Barockoper und die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts entwickelten sich zu Schwerpunkten der Arbeit von Aurelia Eggers. So inszenierte sie 2003 die italienische Uraufführung von Detlef Glanerts Enigma ossia I tre indovinelli für den Cantiere internationale d'Arte in Montepulciano und die Uraufführung der Kammeroper Der Patient von Thomas Bartel für das Theater Regensburg.

Für die Staatsoper Stuttgart inszenierte Aurelia Eggers Jacques Offenbachs Die Reise zum Mond als „knallbuntes Bühnenspektakel“ (Stuttgarter Zeitung) in einer eigenen Textfassung. An der Oper Kiel setzte sie Antonio Vivaldis Ottone in Villa (2003) und Jean-Philippe Rameaus Platée (2005) in Szene. Nach den großen Erfolgen dort von Massenets Werther (2006) und der als „beißend scharfe Politsatire“ (Kieler Nachrichten) konzipierten La clemenza di Tito (2007) folgte 2008 Bizets Carmen. 2008 debütierte Aurelia Eggers am Landestheater Linz mit Richard Strauss' Ariadne auf Naxos als Kammerspiel. Wie so oft wurde dabei von Kritikern insbesondere die „perfekte Personenregie“ hervorgehoben, wie auch im selben Jahr auch bei Antonio Vivaldis Orlando furioso an der Oper Bonn.

Als „faszinierendes Spiel mit vielen Ebenen“ (Das Opernglas) inszenierte Aurelia Eggers 2010 Salome am Theater Heidelberg. Zuletzt erarbeitete sie Janaceks Das schlaue Füchslein für die Oper Wuppertal und inszenierte am Staatstheater Karlsruhe die Neuproduktion von Donizettis Die Regimentstochter.

Eigene Textfassungen, Neuübersetzungen, Veröffentlichungen und Dramaturgien runden ihre Erfahrungen ab.

Weitere Informationen: www.aurelia-eggers.de

  
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