Publikum und Presse begeistert von Bedford und Monteverdi

Veröffentlicht:
10. Oktober 2016
Mit einer gefeierten Premiere des Doppelabends »Fake and Error« ist die Serie von insgesamt fünf Aufführungen im E-Werk Freiburg gestartet.

Die Opera Factory Freiburg präsentiert dabei die deutsche Erstaufführung von Luke Bedfords Through His Teeth, das mit Claudio Monteverdis Il Combattimento di Tancredi e Clorinda kombiniert wird, inszeniert von Hendrik Müller und ausgestattet von Claudia Doderer. Publikum und Presse haben auf Anhieb euphorisch reagiert, hier sind auszugsweise zwei Reaktionen:

nmz - neue musikzeitung: „Brilliante deutsche Erstaufführung von Luke Bedfords Kammeroper [...] in einem intensiven, präzisen und berührenden Opernabend im Freiburger E-Werk. Mit „Fake and Error“, Schwindel und Irrtum, haben die freien Freiburger Opernmacher ihre eindrucksvolle Produktion überschieben. [...] Regisseur Hendrik Müller bleibt abstrakt und untersucht mit analytischer Klarheit und kluger Personenführung die Mann-Frau-Beziehungen. [...] Luke Bedfords Partitur (Libretto: David Harrower), die von der von Klaus Simon dirigierten Holst-Sinfonietta so präzise wie farbig umgesetzt wird, steht ganz im Dienst des dramatischen Geschehens. [...] Mit ihrem klaren, schlackenlosen, über eine mühelose Höhe verfügenden Sopran vermittelt Siri Karoline Thornhill ein vielschichtiges Psychogramm der verführten und betrogenen Frau. Auch Georg Gädker ist seinem geschmeidigen Bariton und seiner darstellerischen Wucht ein Täter, der viele Nuancen hat. Mit Sirin Kilic als attraktive Interviewerin, die sich vor allem selbst inszeniert und immer mal wieder ihren Lippenstift nachzieht, ist das großartige Solistentrio komplett.“ Georg Rudiger

Badische Zeitung: „Dieses Mal war’s keine Täuschung, sondern ein Irrtum, weshalb der Abend, der die beiden Werke kombiniert, von Regisseur Hendrik Müller und Dirigent Klaus Simon den Titel „Fake & Error“ verpasst bekam. [...] Auf musikalischer Ebene funktioniert der Kunstgriff übrigens auch exzellent. [...] Bedford arbeitet mit Vierteltonintervallen, löst aber die daraus resultierenden extremen Spannungen nach konservativeren Mustern auf; vor allem aber ist sein Sprachduktus linear, in einem postmodernen Sinne melodisch. [...] Siri Karoline Thornhills zart geführter, obertonreicher lyrischer Sopran und Georg Gädkers kraftvoll weicher Bariton weben ein dichtes Vokalgeflecht. Und Sirin Kiliç begeistert mit ihrem klar artikulierenden Mezzosopran, meistert auch die Ornamente bei Monteverdi mit beeindruckender Klangschönheit. Das Publikum reagiert begeistert auf diesen unkonventionellen Abend.“ Alexander Dick

Für die verbleibenden Aufführungen am 11., 14., 15. und 16. Oktober 2016 gibt es Karten wie gewohnt über http://tickets.operafactory.de, das E-Werk Freiburg und den BZ-Kartenservice (Tel. 0761-4968888). Weitere Informationen finden sich auch hier.

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